husch husch nach Paris: ein reisebericht
tag 1
vor einigen wochen, da besuchte ich mit einer freundin die sogenannte stadt der liebe. von bern aus sind wir gegen 08oo morgens mit dem TGV abgefahren und um die mittagszeit angekommen. paris ist bekannt für überteuerte und schlechte hotels; wir haben per tripadvisor und hostelworld.com ein passendes “zuhause” für 3 tage gefunden, 5min vom gare de lyon entfernt. als begrüssung lag ein betrunkener clochard auf der chicen rue de cremieux und bat um keine spende – nein – er bot uns ein altes baguette an. SO MUSS DAS SEIN dachte ich mir.

Bastille
kurz nach dem mittag und nach dem treffen mit unserem vermieter (typ: raucher, extravagant, jung, lange haare) gingen wir ins stadtleben: Bastille, Centre Pompidou, Notre Dame, Louvre alles so ungefähr beieinander. das hotel übrigens ist ein absoluter volltreffer! schönes, einfaches design, in einem alten “townhouse”, nur 6 zimmer, jedes anders eingerichtet. perfekt.

Notre Dame
eindrücklich, diese vielen touristen! nach unserem langen marsch gingen wir noch kurz in die nähe der uni Sorbonne: Dort gibts ein cooles quartier genannt “Latin” vollgesäht mit beizen, bars und vergnügen. genau das richtige. jetzt nur noch ein guter tropfen wein und der tag kann genussvoll beendet werden.

Louvre
tag 2
der nächste tag war ganz dem prunkpalast versailles gewidmet. am anfang dachte ich mir: phu, versailles, das wird etwa so gross sein wie das schloss münchenwiler. denkste; da fiel papa wieder ordentlich auf die schnauze. versailles ist gross! da muss schon ein tag extra eingerechnet werden.
und schön. schön ist’s auch.

Versailles
ich wollte mir ja auch innendekorations-dings, ideen holen um mein heim danach zu gestalten. als ich mich auf den thron des louis 16 setzte, musste ich feststellen dass dieser ja auch gar nicht so gemütlich ist, dieser thron. könig sein – so musste ich konsterniert feststellen- wäre nichts für mich. lustwandeln, oder wie man dem so sagt kann man in marie-antoinettes garten: wer sich den film marie-antoinette angeschaut hat, erkennt einige szenen wieder.
todmüde gingen wir am abend in ein chinesisches restaurant (auf wunsch meiner lieben begleitung) und liessen es uns dort gutgehen. meine kreditkarte hingegen nicht. item.
tag 3
der dritte tag begann etwa so: nachdem wir den gypsy-märet in der nähe von montmartre durchquert haben (“jetzt die tasche halten, JETZT DIE TASCHE HALTEN!!”) begaben wir uns zur sacre-coeur wo sich gerade eine gruppe zigeuner mit einem älteren bettler prügelten.

Sacre Coeur
wie gut wir es doch haben – dachte ich.
wir schlenderten durch kleine gässchen, liefen durch das quartier von montmartre und landeten irgendwann vor dem wohl bekanntesten stripclub aller zeiten: moulin rouge. als ich jedoch sah was gerade lief (kongresse, theater, kultur) war ich schwer enttäuscht und wollte diesen platz nur noch verlassen. ich habe gehofft, die dita von teese wenigstens einmal im leben im schnaps- eh entschuldigung – champagnerglas baden zu sehen.
mit der metro (alle 2 minuten fährt eine) gings dann zum arc-de-triomphe und von dort auf die schöne champs-elysée: die shoppingstrasse, zu vergleichen mit berlins friedrichstrasse / unter den linden oder dergleichen, glich ja auch einem laufsteg. falls frau den SEPHORA store findet, der sollte sich als mann eine gut ausgestattete bar aufsuchen: sephora ist riesen gross. die haben eine auswahl,…die haben sogar 5 liter flakons von duft-klassikern. 5 LITER!
da können ladies stunden darin verbringen. nicht ich.
wer sich fühlen will wie sarkozy, der läuft dann mit sonnengebrüll ds’dürab und landet dann auf der brücke des alexander des III, von dort ist’s noch etwa ein 20-minuten marsch durch das wunderschöne quartier Gros-Caillou und man landet genau vor dem Eiffelturm.

Eiffelturm
schön ist er, der eiffelturm. aber lange anstehen musste man, die zeit und die nerven hatten wir leider nicht. (wer ein bauwerk eiffels besichtigen will: die grandfey brücke welche über den schiffenensee führt ist so eins.)
vom trocadéro aus nahmen wir dann die metro richtung gare de lyon, stiegen in den last train to paris und kamen gegen 23oo in bern an.
Tipps
Transport: TGV, günstige tickets, flexibel und kostenlos austauschbar
…Innerhalb von Paris: Sehr gut ausgebautes Métro-system, Tagestickets ab 7.50 Euro
Unterkunft: L’hotel particulier (Ca. 50.- pro nase und nacht)
Essen: Schauen Sie sich die tipps auf Tripadvisor und qype an
Museen: Studenten aus dem EU-Raum und der Schweiz erhalten gratis Eintritt im Schloss Versailles, bitte bringt eure Campus-Karte mit.


Ihr habt ja recht viel gesehen während nur gerade zweieinhalb Tagen!
Hey Nicolas,
Wie war das Hotel Particulier?
So zentral für 50.-? Hattest du deine eigene Dusche?W-LAN?
Ich muss im Sommer wieder nach Paris und das Hotel hört sich ziemlich gut an.
Hallo Markus!
Das Hotel liegt wirklich nur 2 Strassen vom Gare de Lyon entfernt. Kein W-Lan, gleich nebenan ist jedoch ein Café mit W-Lan. Eigene Dusche, jedes Zimmer ist individuell eingerichtet. Also, wirklich mein Geheimtipp! (Achtung, nicht verwechseln mit dem “L’Hotel Particulier Montmartre”). Wünsche schon jetzt eine schöne Reise!