Toller Wein, tolle Preise. Die ersten Releases Bordeaux 2015.


Nach den Degustationen in Bordeaux erscheinen nun langsam die Preise für die diesjährige Primeurs Kampagne. Der Fachhandel ist sich einig: dieses Jahr muss gut herausgepickt werden! Welches sind gute Käufe? Wo verbrennt man sich die Finger?

Ich war Anfangs April in Bordeaux unterwegs und habe über 300 Fassmuster für Sie degustiert, unser Séléction Stämpfli Angebot enthält eine Auswahl an exzellenten Crus die wir zum Kauf empfehlen, untenstehend finden Sie die ersten Releases:

KAUF:

Château Teyssier, Saint-Emilion Grand Cru

JS91-92, WS88-91
Degustationsnotiz: Crémig, frisch, seidige und feine Tannine. Toll eingebundenes Holz.  JCP Maltus hat es geschafft was wir uns davon erhofft haben: keine verkochte Fruchtbombe aber ein toller, saftiger und knackiger Saint Emilion mit crémigen Tanninen. Wir beobachten den Produzenten sehr gut und empfehlen Teyssier sehr zum Kauf!

CHF 18.40 exkl. MWST (2012er Jahrgang erhältlich in CH ab Ca. CHF 28.00)

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Château Moulin-Haut Laroque
Fronsac
Degustationsnotiz: Das von Star-Önologe Michel Rolland beratene Gut ist bekannt für langlebige und kräftige Rotweine mit viel Lagerpotential. Dieses Jahr mit viel Freshness und Frucht. Geheimtipp und starker Kauf. Die Preise auf dem Markt sind bei Ca. CHF 25-30

CHF 19.30 exkl. MWST
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Château Capbern
Saint-Estèphe
JS90-91, WS86-89, JL87-89
Degustationsnotiz: Dieser Capbern sorgt für viel trinkspass! Toll integriertes Holz und viel Frucht.  Das zweite Weingut von Calon-Ségur ist ein aufsteigender Stern am Bordeaux-Himmel, die Preise werden hier garantiert steigen. Dieses Jahr ein toller Kauf und sehr empfehlenswert.
CHF 18.90 exkl. MWST (2010er Jahrgang erhältlich in CH ab Ca. CHF 23.00)
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Um das komplette Angebot zu erhalten können Sie sich hier anmelden

Sie können die oben aufgeführten Weine auch jetzt direkt per Mail bei der Weinkellerei Stämpfli AG Laupen bestellen:

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Primeurs – ausführlicher Bericht zum 2015er Jahrgang


2015 war ein grosses Jahr, da besteht kein Zweifel: die Châteaux konnten in diesem Jahr wirklich aus den vollen schöpfen, die Merlots im rechten Ufer konnten genau zum richtigen Reifezeitpunkt geerntet werden, am linken Ufer war das Wetter und die Bedingungen für die Cabernets ebenfalls hervorragend.

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Oben: En-Primeurs Degustation bei Ulysse Cazabonne, unserem Hauptlieferanten.

Es gibt trotzdem einige Kriterien die man dieses Jahr beachten musste, für uns Einkäufer und Degustatoren nicht ganz einfach, hier die deutlichsten Stile die ich dieses Jahr gefunden habe:

  • „Over-Cooked“: v.A. die Merlots wurden zu späte gelesen, die Frucht war überhitzt und wurde dann ziemlich „plump“ und eben, als gekochte Frucht, gelesen. Dies schmeckt man deutlich in den modernen Weinen der Weinmacher aus Saint-Emilion
  • „Overloaded“: Zu viel Holz, zu viel Konfitüre, zu schwer und zu gross. Eine Machart die leider am rechten Ufer sehr häufig vorkommt.
  • „Maskiert“: Der Begriff bringt die Machart sehr gut zum Ausdruck, um gewisse Aromen zu eliminieren oder zu kaschieren wird übermässig viel Holz eingesetzt. Dieser Stil habe ich dieses Jahr einige male geschmeckt.
  • Zu hohe Säure, zu tiefe Säure: Die Säure-Balance stimmt nicht, entweder es gab sehr viel Säure (v.A. Bio Weine) oder aber sehr wenig und der Wein wirkte Plump.

Auf was ich achte, und welchen Stil ich mag:

  • Weiche Weine mit geschmeidigen Tanninen, Eleganz und Stil
  • Klassiker mit geschliffenen und polierten Tanninen
  • Wenig Holz, chauffe moyenne
  • Gute Säure Balance mit einem geringen Teil Cabernet Franc der v.A. für Frische sorgt.  Auf Plumpe Fruchtbomben kann ich verzichten.

Für das Jahr 2015 war es nicht ganz einfach den gewünschten Stil zu finden, viele Muster waren sehr gut, aber es gab eben auch Inkonsistenzen die gerade bei grossen Châteaux schon auch vorkamen.

Degustiert wurden Ca. 250 Fassmuster, linkes und rechtes Ufer. Untenstehend sind die Highlights pro Appellation:

Linkes Ufer

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Oben: Château Latour. Herausragend, berauschend, magisch.

Haut-Médoc: Ch. Cantemerle, Sociando Mallet, Tour Carnet (modern), Paloumey. Es hatte leider auch weniger schöne Muster, aber das ist ja normal.

Listrac-Médoc: Mauvesin-Barton (erster richtig guter Jahrgang!), Maucaillou, Fourcas-Borie

Margaux: Hier viel gutes! Brane Cantenac, Rauzan-Ségla, Giscours (!), Cantenac Brown (Bombe!), Malescot St-Exupéry, D’Issan und als Coup de Coeur: La Gurgue. Sehr konsistente Appellation mit vielen sehr schönen Weinen!

Saint Julien: Talbot, Glana, Gloria (sehr lecker!), Léoville Barton (grosse Klasse, wie jedes Jahr), Langoa Barton, Branaire Ducru (fein und seidig), Gruaud Larose. Saint Julien hat tolle, runde und elegante Weine zu bieten.

Pauillac: Mouton Rothschild (saftig, weich, rund, geschliffene, tolle Tannine!), Petit Mouton, Latour, Pichon Lalande auf Höchstform! Vanille, dezentes Holz, grosses Kino. Batailley ein sicherer Wert, d’Armailhac (wird jedes Jahr besser, definitiv kaufen), Clerc Milon (juicy, saftig, weich, top!).

Saint-Estèphe: Montrose, Tronquoy Lalande, Phélan Ségur (ausgezeichnet!), Capbern (Coup de coeur für St. Estèphe), MEYNEY. Leider gab es auch weniger gute Muster.

Pessac-Léognan: Carmes Haut-Brion schwingt obenaus, Haut-Brion, Mission Haut-Brion, Pape Clément rouge (obwohl sehr moderner Stil, wird sich aber in +5 Jahren perfekt geniessen), Carbonnieux

Sauternes: Sigalas-Rabaud (mein Favorit!), Guiraud, Clos Haut Peyraguey, La Sémillante de Sigalas. Allgemein für diese Appellation: nicht klebrige, sondern sehr elegante und gut gemachte Sauternes mit einem schönen „Frische-Finish“.

Rechtes Ufer

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Oben: #ChateauCanon

Saint-Emilion: Canon (schon jetzt ein Klassiker…), Troplong Mondot (hart an der Limite, aber so ist es genau richtig! Sehr lecker!), Teyssier (coup de coeur!), Le Dôme, Fleur Cardinale (hart an der limite to be overcooked, aber wird in 5 Jahren perfekt sein), Dassault, Magrez-Fombrauge, Figeac (grosse Klassik obwohl viel extrahiert wurde)

Pomerol: Starke Appellation dieses Jahr, sehr viele, sehr schöne Weine. Die Highlights: CLINET (seidig fein, tolle Frische, wunderschöne sekundär-Aromen), La Conseillante, Clos Du Clocher, Le Vray Croix de Gay (neu mit unterstützung von Latour), Vieux Maillet, Feytit-Clinet

Satelliten, Fronsac, andere Apellationen: Moulin Haut-Laroque, Thieuley (dieses Jahr mit viel knackiger Säure).

Jetzt warten wir geduldig auf die Preise…

Unsere Weinhandlung Stämpfli AG in Laupen wählt auch dieses Jahr eine Auswahl für Sie aus: Preis-/Genussverhältnis soll stimmen und vor allem Ihnen einen Mehrwert bieten, für irgendwas kauft man ja auf Subskription und wir glauben fest an diese Kampagne: das Jahr ist gross und die Preise werden nicht durch die Decke steigen. Wir bieten Ca. 18-20 Weine in allen Preisklassen und aus fast allen Appellationen an um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.

Hier könnt ihr euch für das exklusive „Séléction Stämpfli Angebot“ anmelden

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Oben: Degustation auf Château Giscours

 

 

Pre-Primeurs: der grandiose Jahrgang 2015?


Bereits als ich im Dezember 2015 auf einigen Weingütern des Médocs zu Besuch war (Rauzan-Ségla, Château Margaux) war ein leuchten in den Augen der Winzer und „Chatelains“ zu sehen. Man sprach von „Kaviar der durch die Sortiertische kugelte“ so schön wurden die Merlots und Cabernets beschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

Der Lärm um die diesjährige Primeurs Kampagne war eigentlich nicht sehr laut, bis vor einer Woche als dann doch einige Wortmeldungen von Winzern aus dem linken und rechten Ufer für Aufsehen sorgten. „Dieses Jahr war perfekt, wir waren Eins mit der Welt und Gott – alles war gut!“ beschrieb Hubert de Bouard von Château Angélus den Jahrgang.

Das Wetter war perfekt: ein sehr heisser Sommer, trocken und ohne grössere Wetterschwankungen, Regen im September den es dann auch wirklich gebraucht hat.

Christan Moueix von Pétrus, Trotanoy etc. hat NUR Merlot für den Wein berücksichtigt, keinen Cabernet Franc und keinen Cabernet Sauvignon.

Was können wir also von diesem Jahrgang 2015 erwarten? 

  • Exzellente Qualität auf beiden Seiten (linkes- und rechtes Ufer) jedoch bessere Konsistenz am rechten Ufer sowie Pessac-Léognan
  • Einen Preisanstieg von 10-15% ggü. dem letzten Jahr. Weshalb? Die Chinesen und Russen sind nicht mehr so stark „Bullish“ wie auch schon: das Anti-Korruptionsgesetz (China) und der sehr schwache Rubel (Russland) sind Dämpfer. Die Amerikaner jedoch sind ziemlich heiss auf den Jahrgang, achten aber sehr auf den Preis, die Engländer (grösster Bordeaux Käufer) sind derzeit ebenfalls vor allem  Preis-Sensitiv: es gibt noch genügend Volumen an reifen Weinen im Umlauf für deutlich günstigere Preise als En-Primeur. Für die meisten hat sich En-Primeur in den letzten Jahren nicht gelohnt.

Was sind die Neuigkeiten im Bordelais?

  • Château Glana und Château Gloria (beide Saint-Julien) produzierten das erste mal in den neuen Kellereien
  • Cheval Blanc wird keinen „Petit Cheval“ verkaufen: die Totalität der Ernte floss in den Grand Vin
  • Clerc Milon und Château Batailley produzierten 2015 das erste mal einen Second-Vin
  • Clos Du Marquis wird das erste mal in der Geschichte einen Zweitwein produzieren: La Petite Marquise.
  • Smith Haut Lafitte wird dieses Jahr zum Jubiläum eine Spezialetikette gestalten: 650 Jahre Smith Haut Lafitte.

Die diesjährige Stämpfli-Strategie

Die Weinkellerei Stämpfli ist dieses Jahr wiederum in Bordeaux vertreten: ich werde während einigen Tagen versuchen einen so kompletten Überblick über den Jahrgang zu erhalten wie möglich.  Nach erscheinen der Preise werde ich dann eine Selektion für unsere Kunden erstellen, maximum 20 Weine die kostengünstig sind und hervorragende Qualität bieten: en-Primeurs lohnt sich erst wenn dadurch wirklich einen Mehrwert geschaffen werden kann, d.H. günstig einkaufen und eine hervorragende Qualität erhalten. Bei dieser „Séléction Stämpfli“ werden alle Preisklassen berücksichtigt, vom Premier Cru bis zum Cru Bourgeois, Hauptsache gute Qualität und attraktiver Preis.

Falls Sie an unserem Primeurs Angebot interessiert sind können Sie sich gerne untenstehend für unseren Newsletter einschreiben: wir senden Ihnen dann einmalig das Angebot zu.