Toller Wein, tolle Preise. Die ersten Releases Bordeaux 2015.


Nach den Degustationen in Bordeaux erscheinen nun langsam die Preise für die diesjährige Primeurs Kampagne. Der Fachhandel ist sich einig: dieses Jahr muss gut herausgepickt werden! Welches sind gute Käufe? Wo verbrennt man sich die Finger?

Ich war Anfangs April in Bordeaux unterwegs und habe über 300 Fassmuster für Sie degustiert, unser Séléction Stämpfli Angebot enthält eine Auswahl an exzellenten Crus die wir zum Kauf empfehlen, untenstehend finden Sie die ersten Releases:

KAUF:

Château Teyssier, Saint-Emilion Grand Cru

JS91-92, WS88-91
Degustationsnotiz: Crémig, frisch, seidige und feine Tannine. Toll eingebundenes Holz.  JCP Maltus hat es geschafft was wir uns davon erhofft haben: keine verkochte Fruchtbombe aber ein toller, saftiger und knackiger Saint Emilion mit crémigen Tanninen. Wir beobachten den Produzenten sehr gut und empfehlen Teyssier sehr zum Kauf!

CHF 18.40 exkl. MWST (2012er Jahrgang erhältlich in CH ab Ca. CHF 28.00)

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Château Moulin-Haut Laroque
Fronsac
Degustationsnotiz: Das von Star-Önologe Michel Rolland beratene Gut ist bekannt für langlebige und kräftige Rotweine mit viel Lagerpotential. Dieses Jahr mit viel Freshness und Frucht. Geheimtipp und starker Kauf. Die Preise auf dem Markt sind bei Ca. CHF 25-30

CHF 19.30 exkl. MWST
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Château Capbern
Saint-Estèphe
JS90-91, WS86-89, JL87-89
Degustationsnotiz: Dieser Capbern sorgt für viel trinkspass! Toll integriertes Holz und viel Frucht.  Das zweite Weingut von Calon-Ségur ist ein aufsteigender Stern am Bordeaux-Himmel, die Preise werden hier garantiert steigen. Dieses Jahr ein toller Kauf und sehr empfehlenswert.
CHF 18.90 exkl. MWST (2010er Jahrgang erhältlich in CH ab Ca. CHF 23.00)
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Um das komplette Angebot zu erhalten können Sie sich hier anmelden

Sie können die oben aufgeführten Weine auch jetzt direkt per Mail bei der Weinkellerei Stämpfli AG Laupen bestellen:

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Primeurs – ausführlicher Bericht zum 2015er Jahrgang


2015 war ein grosses Jahr, da besteht kein Zweifel: die Châteaux konnten in diesem Jahr wirklich aus den vollen schöpfen, die Merlots im rechten Ufer konnten genau zum richtigen Reifezeitpunkt geerntet werden, am linken Ufer war das Wetter und die Bedingungen für die Cabernets ebenfalls hervorragend.

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Oben: En-Primeurs Degustation bei Ulysse Cazabonne, unserem Hauptlieferanten.

Es gibt trotzdem einige Kriterien die man dieses Jahr beachten musste, für uns Einkäufer und Degustatoren nicht ganz einfach, hier die deutlichsten Stile die ich dieses Jahr gefunden habe:

  • „Over-Cooked“: v.A. die Merlots wurden zu späte gelesen, die Frucht war überhitzt und wurde dann ziemlich „plump“ und eben, als gekochte Frucht, gelesen. Dies schmeckt man deutlich in den modernen Weinen der Weinmacher aus Saint-Emilion
  • „Overloaded“: Zu viel Holz, zu viel Konfitüre, zu schwer und zu gross. Eine Machart die leider am rechten Ufer sehr häufig vorkommt.
  • „Maskiert“: Der Begriff bringt die Machart sehr gut zum Ausdruck, um gewisse Aromen zu eliminieren oder zu kaschieren wird übermässig viel Holz eingesetzt. Dieser Stil habe ich dieses Jahr einige male geschmeckt.
  • Zu hohe Säure, zu tiefe Säure: Die Säure-Balance stimmt nicht, entweder es gab sehr viel Säure (v.A. Bio Weine) oder aber sehr wenig und der Wein wirkte Plump.

Auf was ich achte, und welchen Stil ich mag:

  • Weiche Weine mit geschmeidigen Tanninen, Eleganz und Stil
  • Klassiker mit geschliffenen und polierten Tanninen
  • Wenig Holz, chauffe moyenne
  • Gute Säure Balance mit einem geringen Teil Cabernet Franc der v.A. für Frische sorgt.  Auf Plumpe Fruchtbomben kann ich verzichten.

Für das Jahr 2015 war es nicht ganz einfach den gewünschten Stil zu finden, viele Muster waren sehr gut, aber es gab eben auch Inkonsistenzen die gerade bei grossen Châteaux schon auch vorkamen.

Degustiert wurden Ca. 250 Fassmuster, linkes und rechtes Ufer. Untenstehend sind die Highlights pro Appellation:

Linkes Ufer

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Oben: Château Latour. Herausragend, berauschend, magisch.

Haut-Médoc: Ch. Cantemerle, Sociando Mallet, Tour Carnet (modern), Paloumey. Es hatte leider auch weniger schöne Muster, aber das ist ja normal.

Listrac-Médoc: Mauvesin-Barton (erster richtig guter Jahrgang!), Maucaillou, Fourcas-Borie

Margaux: Hier viel gutes! Brane Cantenac, Rauzan-Ségla, Giscours (!), Cantenac Brown (Bombe!), Malescot St-Exupéry, D’Issan und als Coup de Coeur: La Gurgue. Sehr konsistente Appellation mit vielen sehr schönen Weinen!

Saint Julien: Talbot, Glana, Gloria (sehr lecker!), Léoville Barton (grosse Klasse, wie jedes Jahr), Langoa Barton, Branaire Ducru (fein und seidig), Gruaud Larose. Saint Julien hat tolle, runde und elegante Weine zu bieten.

Pauillac: Mouton Rothschild (saftig, weich, rund, geschliffene, tolle Tannine!), Petit Mouton, Latour, Pichon Lalande auf Höchstform! Vanille, dezentes Holz, grosses Kino. Batailley ein sicherer Wert, d’Armailhac (wird jedes Jahr besser, definitiv kaufen), Clerc Milon (juicy, saftig, weich, top!).

Saint-Estèphe: Montrose, Tronquoy Lalande, Phélan Ségur (ausgezeichnet!), Capbern (Coup de coeur für St. Estèphe), MEYNEY. Leider gab es auch weniger gute Muster.

Pessac-Léognan: Carmes Haut-Brion schwingt obenaus, Haut-Brion, Mission Haut-Brion, Pape Clément rouge (obwohl sehr moderner Stil, wird sich aber in +5 Jahren perfekt geniessen), Carbonnieux

Sauternes: Sigalas-Rabaud (mein Favorit!), Guiraud, Clos Haut Peyraguey, La Sémillante de Sigalas. Allgemein für diese Appellation: nicht klebrige, sondern sehr elegante und gut gemachte Sauternes mit einem schönen „Frische-Finish“.

Rechtes Ufer

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Oben: #ChateauCanon

Saint-Emilion: Canon (schon jetzt ein Klassiker…), Troplong Mondot (hart an der Limite, aber so ist es genau richtig! Sehr lecker!), Teyssier (coup de coeur!), Le Dôme, Fleur Cardinale (hart an der limite to be overcooked, aber wird in 5 Jahren perfekt sein), Dassault, Magrez-Fombrauge, Figeac (grosse Klassik obwohl viel extrahiert wurde)

Pomerol: Starke Appellation dieses Jahr, sehr viele, sehr schöne Weine. Die Highlights: CLINET (seidig fein, tolle Frische, wunderschöne sekundär-Aromen), La Conseillante, Clos Du Clocher, Le Vray Croix de Gay (neu mit unterstützung von Latour), Vieux Maillet, Feytit-Clinet

Satelliten, Fronsac, andere Apellationen: Moulin Haut-Laroque, Thieuley (dieses Jahr mit viel knackiger Säure).

Jetzt warten wir geduldig auf die Preise…

Unsere Weinhandlung Stämpfli AG in Laupen wählt auch dieses Jahr eine Auswahl für Sie aus: Preis-/Genussverhältnis soll stimmen und vor allem Ihnen einen Mehrwert bieten, für irgendwas kauft man ja auf Subskription und wir glauben fest an diese Kampagne: das Jahr ist gross und die Preise werden nicht durch die Decke steigen. Wir bieten Ca. 18-20 Weine in allen Preisklassen und aus fast allen Appellationen an um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.

Hier könnt ihr euch für das exklusive „Séléction Stämpfli Angebot“ anmelden

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Oben: Degustation auf Château Giscours

 

 

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Pre-Primeurs: der grandiose Jahrgang 2015?


Bereits als ich im Dezember 2015 auf einigen Weingütern des Médocs zu Besuch war (Rauzan-Ségla, Château Margaux) war ein leuchten in den Augen der Winzer und „Chatelains“ zu sehen. Man sprach von „Kaviar der durch die Sortiertische kugelte“ so schön wurden die Merlots und Cabernets beschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

Der Lärm um die diesjährige Primeurs Kampagne war eigentlich nicht sehr laut, bis vor einer Woche als dann doch einige Wortmeldungen von Winzern aus dem linken und rechten Ufer für Aufsehen sorgten. „Dieses Jahr war perfekt, wir waren Eins mit der Welt und Gott – alles war gut!“ beschrieb Hubert de Bouard von Château Angélus den Jahrgang.

Das Wetter war perfekt: ein sehr heisser Sommer, trocken und ohne grössere Wetterschwankungen, Regen im September den es dann auch wirklich gebraucht hat.

Christan Moueix von Pétrus, Trotanoy etc. hat NUR Merlot für den Wein berücksichtigt, keinen Cabernet Franc und keinen Cabernet Sauvignon.

Was können wir also von diesem Jahrgang 2015 erwarten? 

  • Exzellente Qualität auf beiden Seiten (linkes- und rechtes Ufer) jedoch bessere Konsistenz am rechten Ufer sowie Pessac-Léognan
  • Einen Preisanstieg von 10-15% ggü. dem letzten Jahr. Weshalb? Die Chinesen und Russen sind nicht mehr so stark „Bullish“ wie auch schon: das Anti-Korruptionsgesetz (China) und der sehr schwache Rubel (Russland) sind Dämpfer. Die Amerikaner jedoch sind ziemlich heiss auf den Jahrgang, achten aber sehr auf den Preis, die Engländer (grösster Bordeaux Käufer) sind derzeit ebenfalls vor allem  Preis-Sensitiv: es gibt noch genügend Volumen an reifen Weinen im Umlauf für deutlich günstigere Preise als En-Primeur. Für die meisten hat sich En-Primeur in den letzten Jahren nicht gelohnt.

Was sind die Neuigkeiten im Bordelais?

  • Château Glana und Château Gloria (beide Saint-Julien) produzierten das erste mal in den neuen Kellereien
  • Cheval Blanc wird keinen „Petit Cheval“ verkaufen: die Totalität der Ernte floss in den Grand Vin
  • Clerc Milon und Château Batailley produzierten 2015 das erste mal einen Second-Vin
  • Clos Du Marquis wird das erste mal in der Geschichte einen Zweitwein produzieren: La Petite Marquise.
  • Smith Haut Lafitte wird dieses Jahr zum Jubiläum eine Spezialetikette gestalten: 650 Jahre Smith Haut Lafitte.

Die diesjährige Stämpfli-Strategie

Die Weinkellerei Stämpfli ist dieses Jahr wiederum in Bordeaux vertreten: ich werde während einigen Tagen versuchen einen so kompletten Überblick über den Jahrgang zu erhalten wie möglich.  Nach erscheinen der Preise werde ich dann eine Selektion für unsere Kunden erstellen, maximum 20 Weine die kostengünstig sind und hervorragende Qualität bieten: en-Primeurs lohnt sich erst wenn dadurch wirklich einen Mehrwert geschaffen werden kann, d.H. günstig einkaufen und eine hervorragende Qualität erhalten. Bei dieser „Séléction Stämpfli“ werden alle Preisklassen berücksichtigt, vom Premier Cru bis zum Cru Bourgeois, Hauptsache gute Qualität und attraktiver Preis.

Falls Sie an unserem Primeurs Angebot interessiert sind können Sie sich gerne untenstehend für unseren Newsletter einschreiben: wir senden Ihnen dann einmalig das Angebot zu.

Château Margaux

Ein Besuch auf Château Margaux


Château Margaux war schon seit meinem ersten Besuch in Bordeaux im Jahr 2011 ein unerreichbares Schloss: die unglaubliche Architektur und das Renommee des Premier Grand Cru Classé 19855 lässt jeden Staunen und Träumen.
Château Margaux

Château Margaux

Diesen Januar hatte ich die Gelegenheit dieses fantastische Anwesen zu besuchen und Weine zu degustieren. 
Der Neubau von Architekt Norman Foster steht derzeit im Mittelpunkt: es wurde viel darüber in der Fachpresses geschrieben, die Châteaux, allen voran die Premier Crus scheinen sich durch bauliche Werke zu übertrumpfen: Letzthin hat Mouton Rothschild deren Neubau beendet (spekatkulär!) Montrose ebenfalls, Cos D’Estournel seit 2011, Latour, Beychevelle im Bau, nigelnagelneues Gloria in Saint-Julien, Neubau bei Pichon Lalande, es wurde viel investiert. Klar, die Gelder der goldigen Jahre 2009 und 2010 wurden direkt in Beton investiert, an sich eine sehr gute Idee.
Der Neubau von Château Margaux erinnert an Baum-Äste, die Tragkonstruktion besteht aus metallenen „Ästen“ die den Neubau sehr schön in das Umland integriert. Das Gebäude beherbergt auch das „Labor“: Château Margaux leistet sich auf Dauer 2 Vollzeitstellen besetzt mit hochkarätigen Forschern, so soll das Schloss selbst mit Innovationen überzeugen, derzeit läuft ein 20-Jähriger Test mit Alukapseln. Das Labor hat aber auch in den Reben geforscht und sucht z.B. Die optimale Methode um die Reben zu schneiden.
Dieses Engagement auf Seiten der Besitzerin Corinne Mentzelopolous inspiriert mich sehr: sie versucht Innovation in ein sehr traditionelles und klassisches Weingut zu integrieren.
Château Margaux betreibt einen abwechslungsreichen Bio-Betrieb, d.H. Es hat kein Bio-Label, die Reben werden aber nur in außergewöhnlich schlechten Jahren gespritzt.
Das Terroir liegt zwischen Château Labegorce und Arsac und ist aufgeteilt in vielen diversen Plots, u.A. Wird aus einem reinen Sauvignon Blanc Plot der Pavillon Blanc de Château Margaux gekeltert, ein hervorragender Weisswein.
Speziell an Château Margaux fand ich ebenfalls dass das Schloss über eine eigene Küferei verfügt, jedes Jahr stellt ein Küfer 250-275 Barriques mit mittlerem Brand her, diese werden nach 3 Jahren vernichtet um Betrug und Image-Verluste zu unterbinden, man könnte beispielsweise Portwein aus Château Margaux Fässern herstellen was den Besitzern des Schlosses missfällt. Irgendwie auch verständlich.
Cuvellerie de Château Margaux

Cuvellerie de Château Margaux

Ich hatte leider nicht die Gelegenheit viele Jahrgänge von Château Margaux zu degustieren, man servierte mir aber keinen 2012er oder 13er sondern den in Margaux allgemein sehr gelungenen 2004er. Bis anhin konnte ich leider nur den 2014er degustieren (sehr gelungen!)
Pavillon rouge de Château Margaux 2004: Sehr schön intensiv und rund mit leichtem und dezentem Holzgeschmack, sehr komplex und reif mit etwas Dörrfrüchten. Die Tannine sind seidig weich und trotzdem steckt noch viel Power im Wein.   
 
Château Margaux 2004: Allgemein etwas weniger zugänglich als der Pavillon. Noch sehr präsente und relativ knackige Säure, intensiver Duft in der Nase, sollte Ca. 2-3h vorher dekantiert werden. 

Die Top-9 Festtagesweine für jedes Budget


Es war ein bewegtes Weinjahr für mich, erstens weil ich nach einem Jahr Bordeaux wieder in die Schweiz zurückgekehrt bin, neues Studium, neue Wohnung, und der grösste Schritt: Beginn meiner Arbeit in der Weinkellerei Stämpfli AG, der Weinhandlung unserer Familie. Dieses Jahr durfte ich vor allem Bordeaux Weine, Burgunder und Weine aus dem Rioja, Toro und Ribera del Duero Gebiet degustieren. Meine Liste der Top-9 Weine des Jahres 2015 beinhaltet für jedes Budget den passenden Wein.

Château Canon 1983, Premier Grand Cru Classé „B“, Saint-Emilion, Bordeaux

Château Canon ist im Aufstieg. Das Weingut welches 1994 von den Gebrüdern Gérard und Alain Wertheimer, (der Inhaber von CHANEL) gekauft wurde darf sich heute als Premier Grand Cru Classé B nennen, die zweithöchste Klassierung in Saint-Emilion. Für mich steht Château Canon für Eleganz, für Klasse und für einen unverkennbaren Stil. Ich muss sagen, wir sind nicht ganz unvoreingenommen: eines meiner Praktikas durfte ich bei der CHANEL Gruppe absolvieren und habe Canon etliche male besucht und einige (!) Jahrgänge degustiert.   Der neue Managing Director der Domänen (Canon und Rauzan-Ségla) Nicolas Audebert wird diese Konstanz und diesen typischen Canon Stil weiterführen.

Der 1983 besticht durch seine frische und lebhaftigkeit sowie der typischen Saint-Emilion Geschmeidigkeit: typischer Merlot mit viel Eleganz und Klasse. Jetzt perfekt und trinkreif.

Nicolas Audebert

Nicolas Audebert

Noch eine 12er Kiste erhältlich bei Stämpfli AG Laupen für CHF 75.00 pro Flasche. www.vinorama.ch

2. Sierra Cantabria Organza 2013, Rioja

Sierra Cantabria ist eine erstaunliche Weinkellerei. Die beiden Gebrüder Eguren haben einen Kometenhaften Aufstieg in die oberste Winzer Stratosphäre hinter sich: Punkteregen von Parker, Aufbau und Verkauf der Kellerei Numanthia im Toro an LVMH, gewählt als top-5 der Önologen der Welt und so weiter und so fort.

Zum Wein: Organza ist ein Weisswein aus der Viura Traube gekeltert und im Holzfass ausgebaut. Der wein erinnert an grosse Burgunder, die Farbe ist goldig, der Wein ist sehr komplex, dicht und vollmundig.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 28.00 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

Organza

3. Champagne Delamotte Blancs de Blancs, Champagne

Champagner ist wieder IN. Nachdem wirklich lange Zeit die günstige Variante Prosecco angesagt war ist der gute alte Champagner wieder leicht im Aufwind. Ich bin der Überzeugung das Champagner der echte und wahre Schaumwein ist: komplex, fein und vor allem mit unverkennbarem Geschmack.

Der Blanc de blanc von Champagne Delamotte, einem der ältesten Champagnerhäuser überhaupt, ist sehr komplex, fein und cremig, nicht zu trocken und hat einen langen Abgang. Ein typischer purer Chardonnay.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 52.00 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

4. Château Certan Giraud 1996, Pomerol, Bordeaux

Ein Highlight dieses Jahr war ein Abend mit Freunden welcher u.A. durch eine Flasche Certan Giraud aus Pomerol gekrönt wurde. Das Schloss (oder besser: die Parzelle) war früher Einheit mit Vieux Château Certan und Certan de May Pomerol und wurde danach von Christian Moueix (Château Pétrus) gekauft. Heut gelangt der grossteil der Produktion von 18’000 Flaschen Certan Giraud in den sehr geschätzten und unfassabr teuren Hosanna.  Wir können uns glücklich schätzen noch einige Flaschen sprich Kisten bei uns eingelagert zu haben. Jetzt zum Wein: wunderschönes, reifes Bordeaux rot, in der Nase blumig und frisch. Im Gaumen noch viel Kraft und intensive Dörrfrüchte, langer Abgang. Certan Giraud ist jetzt gerade ungefähr in der späten Jugend. Sagen wir mal fast reif. Und hat noch viel Lagerpotenzial.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 50.00 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

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5. VARRAMISTA 2006, 100% Syrah, Toskana Italien

Die Fattoria Varramista ist ein toller Betrieb der Agnelli Dynastie (FIAT) und hat in einen guten Kellermeister und gut funktionierendes Kellerquipment investiert. Einer der sehr gelungenen Weine ist der sortenreine Varramista welcher aus 100% Syrah gekeltert wird. Der Wein ist jetzt auf dem Höhepunkt und verspricht sehr viel trinkgenuss für Geniesser die gerne reife Weine trinken. In der Nase etwas Cassis, viel Dörrfrüchte, im Gaumen intensiv, dicht und komplex mit langem, seidigem Abgang. Die Tannine sind geschliffen und seidig. Wenn schon ein Supertoskaner, dann Varramista.

Achtung, nur noch wenige Flaschen erhältlich.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 32.00 statt CHF 45.20 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

6. Benzinger Riesling, Kirchheimer Steinacker 2013, Pfalz Deutschland

Das Weingut Benzinger aus der Pfalz in Deutschland produziert herrlich frische Weine mit einem mineralischen Touch. Gerade die Lage Kirchheimer Steinacker gefällt mir besonders gut: der trockene Weisswein ist komplex und hat eine interessante Mineralität.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 18.00 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

7. DIGNUS Vina Magana 2012, Navarra, Spanien

Navarra ist eigentlich eher bekannt für Weine aus 10 Liter Bag-In-Boxes, für Gemüse und weisse Spargeln (übrigens ganz hervorragend). aber es gibt ein Winzer, der hatte vor Ca. 20 Jahren eine Vision. Er wollte tolle Qualitätsweine keltern. Juan Magana hat von einer Nonne aus Libourne (Saint-Emilion/Pomerol) Merlot Stecklinge gekauft, dieselbe Nonne beliefert schon die meisten grossen Schlösser (u.A. Pétrus) in Pomerol und Saint-Emilion. Juan hat also genau diese Steckling in Navarra gepflanzt und somit eine kleine Revolution gestartet. Seine Weine werden unregelmässig an Dinners des Spanischen Königshofes (nach der jagt, gell Carlos)  ausgeschenkt, nicht ohne Grund: er ist der beste Produzent in Navarra.

Dignus ist ein schwerer Rotwein mit Frische und viel Schmelz aber einer sehr präsenten angenehmen Frucht. Keine Frucht- und Konfitürenbombe aber ein spannender kräftiger Wein perfekt zur Begleitung von Speisen mit viel Fleisch.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 12.50 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

Dignus

Dignus

8. Château Cambon La Pelouse 2010

Das Jahr 2010 war ein „Jahrhundertjahrgang“ (die Bordelaiser sagen das so ca. jedes 5. Jahr und zwar: 1970, 1975, 1980, 1985, 1990, 1995, 2000, 2005, 2010 und jetzt hoffentlich 2015) anyway, Cambon la Pelouse liegt ca. 100 Meter vor der weltbekannten Appellation Margaux (Giscours lässt grüssen) und verfügt über ein solides und ideales Terroir. Die 2010er der „kleinen“ Chateaux wie z.B. Cambon la Pelouse sind derzeit trinkreif („grosse“ jetzt zu öffnen wäre eine reine Verschwendung! Warten! Liegenlassen!) und genau dieser Wein ist ein gutes Beispiel dafür: Toller Cabernet Sauvignon x Merlot Verschnitt, viel Frucht, sehr knackig und saftig, ein toller, klassischer Bordeaux zu einem super Preis. Die Tannine sind abgeschliffen und schön weich, der wein ist jetzt trinkreif.

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 29.00 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

9. Bodegas Altùn Crianza 2013, Rioja

Als ich die Bodega Altùn im Rioja Gebiet besuchte stand ich vor einem jungen Typen in Trainershorts und Basketballshirt. Wo denn der Winemaker ist fragte ich den jungen Herren (gleich jung wie ich, nämlich 25) er sagte mir er selbst sei Winemaker. 2 Minuten später stand ich vor dem Grill und durfte Spezialitäten wie Schweinebacke und gegrillte Chili geniessen. Nichts mit formellem Tasting und langen Diskussionen, alle degustierten Weine wurden direkt zu den frischen Tapas genossen. Einmaliges Erlebnis, einmalige Familie, einmalige Kellerei, einmalige Weine.

Einer dieser tollen Weine der Bodegas Altùn ist der Crianza. Die Weine sind modern gemacht, viel Frucht und sehr schön ausbalanciert, voll im Gaumen und im Abgang. Nicht allzu Fett und ganz leichter Barrique-Geschmack. Toll!

bei Stämpfli AG Laupen für CHF 12.90 pro Flasche. http://www.vinorama.ch

Bei Altùn zu Besuch

Bei Altùn zu Besuch

 

 

 

Liberalia

Toro – Der kleine Bruder von Ribera del Duero gibt Gas!


Toro gilt flächenmässig als eine sehr kleine Appellation, gerade 4’400 Hektare umfasst die Appellation die gerne auch als das „günstige Priorat“ betitelt wird, das Weingebiet befindet sich auf Ca. 400-600 Metern höhe und besitzt ein angenehm kühles Mikroklima. Toro, das Städtchen, ist der Hauptort dieses Gebietes.

Toro als zweites Standbein und Labor

Toro wird von einigen als Labor genutzt, Vega Sicilia hat Rebland hier, für viele gehört ein zweiter Betrieb im Toro zum guten Ton, die Appellation hat sich in letzter Zeit einen sehr guten Ruf erarbeitet. Weshalb? Die Böden sind toll: fast rote Erde, voll mit Mineralstoffen und Eisen, zum Teil über 100 Jahre alte Rebstöcke, super Mikroklima. Es wird kräftig investiert und gebaut: zahlreiche Kellereien erhalten dank EU-Hilfe neue Keller-Anlagen. Es gibt zahlreiche Winzer die neue Techniken und neue Anbauarten austesten.

Mit „Numanthia“ hat Marco Eguren (siehe letzter Bericht über das Rioja Gebiet) einen 100 Punkter hingebracht, später haben die Eguren Gebrüder das Weingut an LVMH (Louis-Vuitton-Moet-Hennessy) verkauft, mit dem Geld haben sie weiter in Reben investiert und produzieren nun mit dem Teso la Monja Projekt den wohl besten Wein aus dem Toro Gebiet, und gleichzeitig auch den teuersten. Eine Flasche Teso La Monja kostet gut und gerne über EUR 1’000. Es geht natürlich auch günstiger, das Supercuvee Alabaster ist ebenfalls sensationell und sind deutlich günstiger.   Produziert wird ausschliesslich biodynamisch, es wird von Hand entrappt, alle Beeren werden von Hand vom Stiel des Traubenbundes entfernt und sortiert. Vergärt wird im edlen Holz-Ei-Tank.

Besuch bei Liberalia

Mein Besuch bei unserem Lieferanten Liberalia war eine tolle Überraschung, erstens ist es immer sehr schön die Gesichter hinter dem Wein kennenzulernen, zweitens weil der Familienbetrieb einfach toll anders ist. Der jetzige Besitzer ist nämlich ein Künstler. Und Wein und Kunst, das geht ja Hand in Hand, klar doch. Die Bilder von Juan Antonio Fernandez malt er gleich im Barrique-Keller, non stoppt prasselt klassische Musik von Händel und Bach auf die Barrique Fässer nieder, Juan: „Weisst Du, da Weine keine tote Materie ist sondern lebt, so wird er auch die Musik hören die ich ihm vorspiele“.

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Angebaut wird ausschliesslich nach biologischen Richtlinien, gespritzt wird kaum. Die Weine widerspiegeln die Böden und den Tempranillo: kräftige, vollmundige und vor allem schmackhafte und leckere Weine werden auf Liberalia produziert. Besonders begeistert bin ich vom Wein „Cuatro“ (Weinkellerei Stämpfli, CHF 20): es gibt selten so viel guten Wein für einen so attraktiven Preis. Hier kommt Dichte, viel Volumen, Kraft und Finesse zugleich. Die Weine sind auf sehr hohem Niveau vinifiziert. Juan hat schon recht, ein Winemaker ist immer auch ein Künstler. Juan ist diesbezüglich ein grossartiger Künstler.

Degustationssaal bei Liberalia

Degustationssaal bei Liberalia

Liberalia

Fazit:  Das Toro Gebiet stand lange im Schatten des grossen Nachbarn Ribera del Duero, was Terroir und Klima angeht steht es diesem jedoch in nichts nach. Toro produziert weniger Volumen, dafür gehaltvolle und kräftige Weine mit viel Finesse zu hervorragenden Preisen. Es wird viel investiert: neue Anlagen, bessere Reben, die Region ist dynamisch und innovativ. Ich finde diese Region sehr spannend! 

Vega Sicilia

Ribera del Duero – Weingebiet der Kontraste?


Angekommen im Ribera del Duero:

mein erster Besuch war bei einem unserer Lieferanten, Bodegas y Viñedos Valderiz, die Super-Cuvees „Juegabolos“ und „Tomas Esteban“ sind deren Flaggschiffe, gefolgt von Valdehermoso (ein Parzellenwein der Parzelle Valdehermoso) sowie einem einfachen „Joven“, ein Bistrot-Wein mit viel Charme. Die Bodega ist noch immer in Familienbesitz, alle Investitionen müssen aus eigenem Cashflow erwirtschaftet werden, stolz sind die Besitzer vor allem auf die neuen Anschaffungen wie mechanische derafflage oder einem Neubau für Degustationen mit Sicht auf die Reben.

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Wie viel Mensch braucht die Natur?

Das exakte Gegenteil fand ich auf der Abadia Retuerta, einer Kellerei der NOVARTIS Basel: die Firma hat sogar in Heizungen und Belüftungen für die Reben investiert (der berühmt berüchtigte Nachbar Vega Sicilia hat dies ebenfalls, also darf die Abadia Retuerta dem in nichts nachstehen) im Winter wenn’s zu kalt ist werden die Reben geheizt, im Sommer durch grosse Belüfter abgekühlt. Des Weiteren verfügt jede einzelne Kolonne über ein automatisches Bewässerungssystem, das sich ein perfekt ausgerüstetes Labor neben den Stahltanks befindet, darüber muss ich ja nicht weiter schreiben.

Vega Sicilia

Vega Sicilia

Ich finde es etwas  übertrieben dieser Eingriff in die Geschehnisse der Natur. Hierüber kann viel philosophiert werden: inwiefern sollte der Mensch eingreifen? Soll bei einem schlechten Jahrgang nicht einfach die Ernte weggelassen werden wie dies bei anderen top Weingütern der Fall ist ? (YQUEM…) Die Weine? Etwas viel Kompott, etwas viel Wucht aber gut vinifiziert, keine Frage. Die Weine treffen den Geschmack von sicher sehr vielen Leuten, das macht ihn aber austauschbarer: bei einer Blinddegustation könnte man Abadia Retuerta gegenüber anderen top Cuvees nur mit viel Schwierigkeit identifizieren.

Heiz- und Kühlsystem für die Reben

Heiz- und Kühlsystem für die Reben

Die bekanntesten Bodegas

Spannend war der Besuch bei AALTO. Die Kellerei wurde 1997 komplett neu errichtet, der ex Winemaker von Vega Sicilia und ein Spanischer Investor haben zusammengespannt um diese Super-Bodega aufzubauen. Nach wenigen Jahren erhielt der top Wein AALTO PS dann auch 99 Parker-Punkte womit er schnell in die Liga der Top Weine aufstieg. Vinifiziert wird natürlich durch das Schwerkraftsprinzip, das Traubengut kommt aus diversen Gemeinden und Regionen vom Ribera del Duero. Die Weine schmecken sehr gut! Viel Kraft aber trotzdem Finesse. Das Lagerpotenzial liegt bei 5-10 Jahren wobei der Wein (vor allem der AALTO PS) nicht zu früh getrunken werden sollte. Wir durften je eine 3 Jahres Vertikale AALTO und AALTO PS degustieren. Vom Kauf des 2013ners wird abgeraten.

AALTO

AALTO

Der nächste Besuch war ebenfalls sehr spannend: PESQUERA. Die Marke ist im DACH-Raum dank Mövenpick sehr bekannt. Die Pesquera Gruppe (Betriebe in La Mancha und Toro gehören ebenfalls dazu) stösst im Jahr Ca. 2-3 Mio. Flaschen aus, ja, sie stossen die Flaschen aus, anders kann ich das nicht beschreiben. Obwohl der Betrieb von aussen wie eine klassische Bodega erscheint ist im Innern eine regelrechte Fabrik aufgestellt. Pesquera wird zu 100% in amerikanischem Fass (billiger und mehr Toastgeschmack) ausgebaut, es gibt weder eine parzellarische Selektion noch eine grüne Traubenlesen, im Prinzip wird vinifiziert wie es in ganz vielen ganz grossen Kellereien der Fall ist, verkauft wird der Wein dann für Ca. CHF 25. Die degustierten Weine (Crianza, Reserva sowie Blanco) waren zwar nicht schlecht, sind aber weit weg von den guten Riberas, ein hoher Säureanteil garantiert jedoch ein gutes Lagerpotenzial im Keller. Immerhin.

Der, ja, DER neue Winzer im Ribera del Duero

…Isabel, die Frau von Jorge, hat mir die Koordinaten geschickt: „Bring your countryshoes Nicolas!“ stand im Mail. Gesagt, getan, um Punkt 16h00 stand ich regelrecht auf der Matte respektive auf dem Feld. Das winzige Haus und zwei bellende Hunde machten mich etwas stutzig, das kann’s doch nicht sein, oder? Es folgte ein Anruf: „Follow the black car“, gut, kein Problem. Nach einer kurzen fahrt kamen wir in Aguilera an, einem klassischen Winzerdorf des Ribera del Duero, Pingus sind nicht weit, Valderiz und alle top Bodegas (ausser Vega Sicilia). Vinifiziert wird in den Katakomben eines alten Friedhofes, Dominio del Aguila heisst das Weingut, Jorge produziert ca. 10’000 Flaschen pro Jahr, das Hauptgeschäft ist der Verkauf des eigenen Rebgutes an andere Weingüter (z.B. AALTO). Jorge’s Familie besitzt Ca. 50 Hektare Reben an guten bis sehr guten Lagen. Gerade war der jetzige Winemaker von AALTO zu besuch: er kauft Jorge Trauben für die diesjährige Vinifikation ab.

Dominio del Aguila

Dominio del Aguila

„Ribera del Duero forgot their own identity, look at all the bodegas, soulless factories, cash machines.“

Jorge hat nicht unrecht, direkt hinter seinem „Garage“ steht eine Mega-Kellerei die Weine genau so produziert wie es die Kundschaft mag: Konfitüre, trockene Pflaumen, rote Beeren.

Jorge weiss was er erzählt; Stationen an der Uni Bordeaux (abgeschlossenes Önologie-Studium) Domaine de la Romanée-Conti, (er war während 5 Jahren für den weissen Montrachet verantwortlich) Vega Sicila (als Assistent vom Winemaker) und jetzt die eigene Kellerei. 35 Jahre jung, verheiratet, 2 Kinder. Gutierrez vom WineAdvocate gaben hohe bis sehr hohe Punkte für die ersten 2 produzierten Jahrgänge, wir degustieren direkt vom Fass:

Wahnsinn! Komplexität, Schmacke, Frucht und perfekte Säure, top integriertes Holz, einfach eine Wohltat nach so vielen Fruchtbomben. „Is this the new style Jorge?“ Frage ich. Er sagt: „No, THIS is Ribera del Duero!“ sehr wahrscheinlich hat er recht. Wir gehen in die Reben mit seinem Freund, ein Spezialist für seltene Reben aus Logroño, Rioja: Jorge hat einige Parzellen gekauft und wird diese jetzt richtiggehend bearbeiten. Seine Parzellen sind dank der Beratung seines Freundes hervorragend, beste Böden, bestens exponiert, gutes Rebgut. Was macht Jorge anders dass sein Wein so dermassen lecker schmeckt? Er gibt Auskunft: „I know some Tonneliers from Burgundy, so I buy the same Barriques as DRC, as well the Bordeaux ones, very good quality barrels, I only produce tiny volumes, I taste all the times, I spend a lot of time in the vineyards for getting really only the best grapes possible, the rest I sell.“ Weiter setzt Jorge auf Bio-Anbau, er setzt nur 20-30 Prozent neues Barrique ein und die Vinifikation ist allgemein sehr traditionell. Jorge macht Weine zum trinken; schon beim einschenken duftet’s stark! Die Präzision und die gute Integration des Holzes sprechen sehr für den Wein, das Terroir wird respektiert wie dies im Burgund beispielsweise stark der Fall ist.

Mit Jorge und seinem befreundeten Önologen

Mit Jorge und seinem befreundeten Önologen

Fazit:

Im Ribera del Duero gibt es einige grosse Weine; Pingus, Vega Sicilia, gehören sicher zu den besten. Viele der Winzer schauen auch sehr zu den „grossen“ hinauf: sie gelten noch immer als das Beste was Ribera del Duero zu bieten hat. Sehr beeindruckt war ich von Jorge, dem jungen Winzer der seinen eigenen Wein keltert und einen neuen „alten“ Stil vinifiziert, sicher ein gutes Zeichen für die Weine des Ribera del Dueros. Man sollte klar zwischen den „Fabriken“ und den Hand Crafted Wines unterscheiden, den von diesen gibt es durchaus.

Bodegas Valderiz sind bei Stämpfli Laupen erhältlich. Die Weine von Dominio del Aguila leider (noch) nicht.